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ICA LIVE: Workshop "Diversity of Thought #14
Italian National Actuarial Congress 2023 - Plenary Session with Frank Schiller
Italian National Actuarial Congress 2023 - Parallel Session on "Science in the Knowledge"
Italian National Actuarial Congress 2023 - Parallel Session with Lutz Wilhelmy, Daniela Martini and International Panelists
Italian National Actuarial Congress 2023 - Parallel Session with Kartina Thompson, Paola Scarabotto and International Panelists
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DAVDGVFMGermany
Die Prognosen vieler Analysten und Forschungsinstitute waren im Vorfeld des Jahres 2026 außergewöhnlich optimistisch gestimmt, was die konjunkturellen Aussichten angeht. Selbst für die seit der Corona-Krise in der wirtschaftlichen Stagnation gefangene deutsche Wirtschaft wurde nun endlich der ersehnte Aufschwung verheißen. Hauptargument hierfür war die angekündigte fiskalpolitische Offensive durch die schuldenfinanzierten Sondervermögen der Bundesregierung, die vor allem von angelsächsischen Ökonomen deutlich positiver beurteilt wurde als von einheimischen Volkswirten. Doch auch außerhalb Deutschlands kalkulierte man mit einer weiterhin sehr expansiven Fiskalpolitik (z.B. in den USA durch die One Big Beautiful Bill), die in den USA auch von weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank und allen voran einem anhaltenden Boom bei den Investitionen in künstliche Intelligenz zusätzlich für konjunkturelle Stützung sorgen würde. Dagegen wurden die schwelenden geopolitischen und finanzwirtschaftlichen Risiken, nicht zuletzt mit dem Verweis auf die anstehenden US-Mid-Term-Elections und den damit verbundenen Anreiz für Donald Trump diese zu deeskalieren, stark heruntergespielt. Das jedoch dieses sog. „Goldilocks-Szenario“ von Anfang an auf sehr tönernen Füßen stand, hatten schon die ersten Konjunktur- und Inflationszahlen im 1. Quartal 2026 gezeigt. Spätestens mit dem Ausbruch des Irankriegs droht jedoch nun eine Situation, die man als das absolute Gegenteil dieses Szenarios bezeichnen könnte, nämlich das Gespenst der globalen Stagflation. Die Auswirkungen dieses Schocks könnten daher noch schwerwiegender sein als der russische Überfall auf die Ukraine und potenziell auch für die Finanzmärkte zum „Black-Swan-Event“ mutieren. Zumindest in der kurzen Frist scheint aber in jedem Fall der Aufschwung mal wieder abgeblasen zu sein.
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