Vergleich von Versicherungslösungen vs. Fonds-Direktinvestments unabhängig von der Langlebigkeitsabsicherung

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Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, wann Versicherungslösungen im „Versicherungsmantel“ einer Fonds-Direktanlage im Depot überlegen sein können – und zwar bewusst unabhängig von der eigentlichen Langlebigkeitsabsicherung. Während Expert:innen das Langlebigkeitsrisiko seit Jahren als zentrales Vorsorgerisiko einstufen, wird es in der Bevölkerung nach wie vor deutlich unterschätzt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Argumente jenseits der Absicherung des Langlebigkeitsrisikos für Versicherungslösungen sprechen.
Im Mittelpunkt steht daher die Frage, welche Vorteile heute in der Praxis vorhanden sind, die Versicherungslösungen befürworten trotz möglicher Kostennachteile. Ohne die höheren Kosten eines Versicherungsmantels auszublenden, werden insbesondere die steuerlichen Effekte gegenübergestellt. In der Direktanlage unterliegen Dividenden, Ausschüttungen und realisierte Kursgewinne der laufenden Abgeltungsteuer. Demgegenüber ermöglicht der Versicherungsmantel eine umfassende Steuerstundung: Erträge verbleiben brutto im Vertrag und werden wieder angelegt. Bei Einhaltung der 12/62-Regel wird im Kapitalauszahlungsfall nur die Hälfte der Erträge mit dem persönlichen Steuersatz besteuert; bei Verrentung greift die meist günstige Ertragsanteilsbesteuerung. Zusätzlich bieten Fondspolicen einkommensteuerfreie Todesfallleistungen sowie Gestaltungsspielräume im Erb- und Schenkungsfall. Die daraus resultierenden Effekte können anhand von Beispielen aufgezeigt werden.
Darüber hinaus gibt es weitere Vorteile: kostenfreie Fondswechsel innerhalb der Police, institutionelle Anlageklassen, professionell Anlagestrategien, die Einbindung von ETFs sowie Rebalancing bzw. Ablaufmanagement. In der Praxis zeigt sich, dass viele Anleger:innen ihre ursprüngliche „Buy-and-Hold“-Strategie nicht durchhalten: Umschichtungen aufgrund von Marktbewegungen oder Produktereignissen (z. B. ETF-Fusionen) sind keine Ausnahme. Jede Umschichtung im Depot kann steuerpflichtige Vorgänge auslösen, während entsprechende Anpassungen innerhalb der Police steuerfrei bleiben. Hinzu kommt, dass Fondspolicen meist mit einer laufenden Beratungsleistung verbunden sind, die bei reinen ETF- oder Fondssparplänen häufig nur eingeschränkt oder gegen zusätzliches Entgelt verfügbar ist.

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