Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch - was bedeutet das für die Berufsunfähigkeitsversicherung?

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In den letzten Jahren konnte ein deutlicher Anstieg der Inzidenz an psychischen Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung festgestellt werden – sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen Teilen der zivilisierten Welt. Hierdurch erklärt sich eine gewisse Unsicherheit der deutschen Lebensversicherungsbranche, die auf einen bereits bestehenden konservativen Umgang mit psychischen Erkrankungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) trifft. Seit jeher ist hierbei die gesellschaftliche Betrachtung des Themas Psyche Treiber verschiedener Entwicklungen – von der medizinischen Diagnosestellung und Therapie bis zur gesellschaftlichen Tabuisierung oder Akzeptanz. So weisen aktuelle Gesellschaftsstudien einen deutlich liberaleren Umgang insbesondere jüngerer Generationen mit dem Thema nach, was den beobachteten Anstieg der Erkrankungsraten erklären könnte. Somit wird die Frage, inwiefern sich Lebensversicherer dieser neuen Realität nähern, immer relevanter, wobei die Differenzierung zwischen freizügiger Handhabung der Diagnose und tatsächlicher Krankheitslast im Mittelpunkt der anzunehmenden Auswirkungen auf die BU steht. Hier können Einblicke in Bestands- und Leistungsdaten zusätzliche Hinweise liefern, ebenso Erkenntnisse aus anderen Märkten, die sich diesem Thema ebenfalls mit innovativen Lösungsansätzen genähert haben. Es bleibt festzustellen, dass sich der Umgang der Branche mit psychischen Erkrankungen in der BU anpassen muss, da sonst Auswirkungen auf Neugeschäft und Bestand unvermeidbar sind. Vor diesem Hintergrund sollte es wert sein, verschiedene Teilaspekte zu beleuchten.

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Categories: HEALTH, LIFE

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